Interview mit Karsten Engelking, Werkstattleiter Autohaus KAHLE Stöcken
Klar, Frauen können das
Herr Engelking, gesetzt den Fall, Sie hätten eine Tochter im Alter von 16 Jahren, die sich nun für einen Beruf entscheiden müsste. Würden Sie ihr zu einer Ausbildung zur Mechatronikerin raten?
KE: Das würde ich sicher tun. Die Befähigung zum Mechatroniker hat ja auch nichts mit dem Geschlecht, sondern schlicht mit Talent zu tun. Ein Interessent müsste gute Leistungen in Naturwissenschaften, speziell in Physik und Mathematik mitbringen. Außerdem sollte er oder sie mindestens einen sehr guten Realschulabschluss in der Tasche haben.
Aber eine weibliche Auszubildende befände sich in einer Männerdomäne. Da haben es Frauen bekanntermaßen nicht gerade einfach.
KE: Wir sind ein Handwerk und da herrscht ab und an ein etwas rauerer Ton. Das ist aber nichts, womit eine Frau nicht zurecht kommen würde. Außerdem lehrt die Erfahrung, dass in Unternehmen mit ausgewogenem Männer-Frauenanteil die Atmosphäre besser ist als in einem Betrieb, in dem das nicht der Fall ist.
Trotzdem besteht der Beruf auch aus harter körperlicher Arbeit. Wirklich kein Hinderungsgrund?
KE: Sicherlich lassen sich manche Frauen davon abschrecken. Aber es ist ja nicht so, dass wir keine Frauen im Werkstattbereich hätten, die beweisen, dass es geht. Unsere beiden Lackiererinnen beispielsweise liefern derartig hervorragende Arbeit ab, da können sich die meisten Männer eine Scheibe von abschneiden.









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